Sydney Vol.1

Zuerst eine gute und eine schlechte Nachricht: Da ich keine Zeit habe und eigentlich lernen sollte wird der Eintrag heute etwas kürzer. Dafür fallen alle lustigen Sachen weg, es bleiben nur die Fakten, was wir gemacht haben. Was jetzt die gute und was die schlechte Nachricht davon ist darf jeder selber entscheiden…

JA! Sydney! Das kennt man! DIE Australische Stadt schlechthin, mit diesem krummen Haus da, das am Wasser steht und so komisch rund aber trotzdem eckig ist, ihr wisst schon was ich mein! Ja, das ist Sydney, Hauptstadt von New-South Wales. Wikipedia sagt: „Schnee gibt es dort nur sehr selten“, was wir so weit bestätigen können. Heute merkt man es Sydney kaum mehr an, dass es ursprünglich eine Sträflingskolonie war. Seit der Gründung 1788 hat sich auch an der Bevölkerung einiges getan: waren es damals ca. 1300 (etwa 800 Sträflinge und 500 Aufseher) so sind es heute doch stolze 4,63 Millionen Einwohner (ob sich allerdings an dem Verhältnis Sträflinge/Nichtsträflinge etwas geändert hat weiß ich nicht).

Unser Weg führte uns erst einmal weg vom Stadtzentrum in Richtung Westen nach Parramatta. Grund hierfür war der preisliche Unterschied zwischen den Unterkünften. Von Parramatta konnten wir ganz entspannt mit der Fähre nach Sydney fahren, unter der Harbour Bridge hindurch, an der Oper vorbei (das ist dieses bekannte krumme Haus). Damit kann kein Zug oder Bus mithalten, vor allem nicht, wenn so gutes Wetter ist wie bei uns:

Sydney vom Kutter aus

Der Blick auf Sydney vom Kahn aus, am ersten Tag bei Traumwetter.

Den ersten Tag haben wir dann auch hauptsächlich zwischen Oper und Harbour Bridge verbracht, inklusive ein oder zwei Fotos von uns vor einem der beiden Bauwerke.

Wir und die Brücke

Zu Recht eines der Wahrzeichen der Stadt…und ich rede nicht von den drei Touristen im Vordergrund!

Das Opernhaus

DAS Wahrzeichen schlecht hin: Die Oper.

Danach gingen wir auf die Brücke, auf der Jens und ich ziemlich gemein zu Paul waren. Mein Gewissen plagt mich deswegen heute noch, entschuldige Paul, das wir dich so an der Nase herum geführt haben. Der Ausblick hat aber alles wieder gut gemacht.

Sydney von schräg oben

Ich hab keine Idee für ne sinnvolle Beschriftung. Das ist halt auch Sydney…

An unserem zweiten Tag in Sydney habe ich nur die erste Hälfte mitbekommen, da waren wir am Olympiastadion (ich glaube von den Sommerspielen 2000? Bin aber nicht sicher und habe keine Zeit das zu recherchieren 😉 ). Dort fand der „Color Run“ start, alle waren weiß angezogen, bereit zu joggen und schmissen Farbpulver in die Luft (so wie an Holi-Festivals). Danach fuhren wir an den Bondi Beach, ein super Strand, leider bin ich kurz eingedöst…bis wir wieder gegangen sind. Wir hatten Glück einen kostenlosen Parkplatz zu finden, das Auto hinter uns hatte einen Strafzettel über $234, da der Wagen zu nah an einer Kreuzung stand. Ein anderes Auto hatte einen Strafzettel über $109, weil die Parkdauer überschritten war…Klingt erst mal teuer, verglichen mit den Strafen für Alkoholkonsum Minderjähriger ist das aber harmlos: Sowohl Verkäufer als auch Käufer müssen hier mit Strafen im fünfstelligen Bereich rechnen (Ich glaube $18.000 für minderjährige Käufer und $45.000 für den Verkäufer, bin mir aber nicht ganz sicher…). Also lieber falsch parken als Alkohol an Kinder zu verkaufen, oder beides bleiben lassen, so wie wir…bisher.

Sydney im Sonnenuntergang

Abends noch ein Sonnenuntergangsbild von der Stadt.

Am zehnten Februar ging es in die Blue Mountains, Berge, auf denen Eukalyptusbäume wachsen. Aus diesen Bäumen treten ätherische Öle aus, die sich als feinster Nebel über die Berge legen. In diesem Nebel wird das Sonnenlicht gestreut, vor allem das kurzwellige blaue Licht, was dazu führt, dass die Berge blau erscheinen. Daher der Name, Blue Mountains. Kommt das irgendwem inzwischen schon bekannt vor? Nach Blue Lake und White Cockatoo…ich freu mich schon wenn wir zu den Black Cockatoos, Red Kangaroos und Grey Kangaroos kommen…

Auf jeden Fall waren die Blue Mountains gar nicht soooo blau, aber sehr schön. Da wir keine Zeit hatten (wir wollten ja so viel wie möglich von den Mountains sehen) parkten wir direkt in dem Ort Wentworth Falls, um die Wentworth Falls anzuschauen. Von dort gingen wir zum „Charles Darwin Walk“, eine Wanderroute durch die Natur zu diesen 187 Meter hohen Wasserfällen. Wanderer haben ja normalerweise Zeit, also gingen wir gleich ein bisschen schneller. Der Weg war traumhaft und führte direkt an dem Fluss entlang, der in den Wentworth Falls in die Tiefe stürzt. Als wir nach einer guten halben Stunde an den Fällen ankamen entdeckten wir einen Wegweiser, der den nächsten Parkplatz ausschilderte. Wenige Gehminuten von den Wasserfällen entfernt. Das fanden wir zwar ein bisschen schade, aber auch ein bisschen lustig, weil wir ja wussten, dass wir den Weg auch wieder zurück rennen mussten…

Aber zuerst haben wir uns die Natur angeschaut.

Wentworth Falls

Wenig Wasser, viel Höhe. Leider konnten wir wegen Zeitmangel nicht auf den zweistündigen Marsch nach unten ins Tal gehen.

Am Abgrund

Für die Abkürzung nach unten hätten wir Zeit gehabt, aber für den Weg zurück nach oben hätte es keine so schnelle Alternative gegeben.

Nach den Falls mussten wir – wie gesagt – schnell zurück zum Auto. Davon gibt es auch ein kleines Video, leider kann man hier keine Videos hochladen (zumindest nicht ohne Upgrade). Ich versuch es euch mal in eine .pptx Datei zu stecken, bitte lasst mich wissen, ob das klappt:

Rennen!

(Link klicken, dann sollte eine PowerPoint Präsentation geladen werden, diese dann mit PowerPoint öffnen, F5 drücken und mit der Maus auf Play klicken.)

Edit: So, es scheint also schon mal nicht bei allen zu klappen, also habe ich es doch bei youtube hochgeladen… hier der Link:

https://www.youtube.com/watch?v=hUZojWFBpLI

Danach ging’s dann etwas entspannter zu den Three Sisters (man beachte: keine Farbe, eine Zahl!). Über die Entstehung dieser Felsformation gibt es zwei Theorien, die ich hier schnell vorstelle:

1) Früher war dort Gewässer, darin hat sich Material am Grund abgelagert, dann verfestigt, dann ist das Wasser verdunstet, dann haben Wind und Wetter wieder ein bisschen was von dem Material abgetragen, und ta daaa!

2) Es gab drei Schwestern und ihren Vater der zaubern konnte, eine der Schwestern weckte aus versehen einen „Bösen“, der war wütend und wollte die Schwestern angreifen, der Vater verwandelte seine Töchter in Felsen (mit seinem Zauberknochen), der Böse griff den Vater an, der Verwandelte sich in einen Vogel und flog davon, verlor aber dabei den Knochen, den er bis heute sucht.

Ja, klingt beides unglaubwürdig, ich such mal noch nach einer echten Erklärung. Auf jeden Fall gibt es Vermutungen, dass es einmal „sieben Schwestern“ waren. Wahrscheinlich sind es heute nur noch drei, weil es sonst zu Verwirrungen mit den „Seven Sisters“ in England (eine Kreidefelsenküste in Sussex) kommen würde.

Jens und Schwestern

Die drei Schwestern Meenhi, Wimlah und Gunnedoo sowie Jens (von links nach rechts).

Nachdem wir mit den Schwestern fertig waren entspannten wir noch ein bisschen an einem Lookout, wo wir einen Wahnsinns Ausblick über ein Tal voller Eukalyptus hatten. Auf dem Weg zurück zum Auto fanden wir einen riesigen Falter, leider erkennt man ihn auf dem Bild nicht sonderlich gut, es ist also eine Art Suchbild:

Dicker Brummer

Eine wahre Proteinbombe, wir trauten uns aber nicht, ihn zu knuspern.

Das war es erst mal, alles weitere von Sydney gibt es ein anders mal. Zum Abschluss noch ein Bild von einer Biene, und damit gute Nacht:

Biene

In den Blue Mountains gibt es nicht nur Funnel Web Spides,von denen wir übrigens keine gesehen haben 😦

– Julian –

Standard